Keramikgestaltung
Christiane Riemann
Insektenhotel aus Porzellan und Naturmaterialien

Das Insektenhotel aus Porzellan und Naturmaterialien entstand als Beitrag zur Ausstel-
lung der hessischen Töpferinnung 2009 zum Thema: „In meinem schönen Garten“.
Wildbienen (Solitärbienen) und andere nützliche Insekten sind mittlerweile vom Aus-
sterben bedroht. Sie werden aber genau wie die Honigbiene als Blütenbestäuber und
als biologische Schädlingsbekämpfer gebraucht. Eine Hauptursache der Gefährdung
liegt in unzureichend gewordenen Nistplätzen. Fast alle Wildbienenarten brauchen Nist-
röhren (Mauerwerksritzen, Käferfraßgänge, hohle Pflanzenstängel etc.), in denen sie
ihre Brutzellen aneinanderreihen können. Viele unserer schönen Gärten und Parks sind
aber so aufgeräumt, dass es diese Plätze zum nisten für Insekten kaum noch gibt.
Bekannt waren mir die aus Holzständern gebauten Tafeln mit verschiedenen Füllungen,
die nützlichen Insekten Raum geben zum Bewohnen und zur Fortpflanzung.
Bei der künstlerischen Umsetzung des Themas in Porzellan entstanden dem Material
entsprechend zarte Module mit verschiedenen Füllungen. Die Textur der äußeren Mo-
dulhüllen bilden eingravierte Gedichte über Blumen und Insekten von z. B. Goethe,
Eichendorf…, die Hülle des Lichtmoduls ist gelocht.
Das Modul Licht ist ein Dekorationselement - eine mit Teelichtern oder LED Licht betrie-
bene Gartenleuchte. Auf dem durchscheinenden Deckel sind typische Bewohner eines
Insektenhotels abgebildet: Hummel, Wegwespe, Ohrenkneifer und eine Florfliegenlarve.
Das Insektenhotel ist erhältlich in den einzelnen Modulen. Jedes Modul ist flexibel an
einer Holzwand oder Steinmauer aufzuhängen. Ein Insektenhotel sollte an einem sonni-
gen, schlagregengeschützten Platz hängen. Da die Einheiten so klein sind eignen sie
sich besonders für kleinere Gärten, Terrassen und Balkone.
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